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4. Gleistrassen und Geländegestaltung

Nachdem wir nun den Gleisplan sorgfältig auf die Grundplatte übertragen haben, sollten wir uns einmal Gedanken über die weitere Gestaltung und das Aussehen der Anlage Gedanken machen.
Wir erinnern uns an den Plan auf Papier :

Gleisplan mit Geländemarkierungen

Wir wollten, wie an den Höhenangaben zu sehen ist, einen Teil der Gleisstrecke über der anderen hinweg führen. Um dies zu erreichen müssen wir natürlich diesen Teil der Strecke aus der Grundplatte herraus schneiden.
Zum besseren Verständnis dieses Arbeitsschrittes - hier ein Bild wie es hinterher in etwa aussehen könne :

Ausgesägte Gleistrassen

Dabei wurden die auch später höherliegenden Gleisabschnitte mit provisorischen Stützen angehoben.
Ganz besonderes Augenmerk erhält die Auffahrt im vorderen Bereich des oben dargestellten Bildes. Denn es ist ganz besonders wichtig, dass diese nicht zu steil ausfällt und dann keine Lok mehr hochkommt.
Eine Steigerung wie im Orginal würde sich über die gesammte Anlage erstrecken und ist daher nicht anstrebenswert. Man kann davon ausgehen, dass alle Modellbahnloks eine Steigung von bis zu 6% problemlos überwinden können. Das bedeutet, dass das Gleis auf einer Länge von 1 Meter , 6 Zentimeter Höhenunterschied aufweisen darf. Der Übergang vom flachen zum "schrägen" Teil darf auch nicht zu abrupt gewählt werden wie die folgende Garfik verdeutlichen soll:

Steigungsskizzen in der Gegenüberstellung

Der beste Test für eine Steigung ist immer noch : Auflegen der Gleise und eine Lok mit mehreren Hängern aufsetzen und versuchen die Strecke hinauf zu kommen.
Sind alle Steigungen den Vorstellungen entsprechend ausgearbeitet, können die provisorischen Stützen durch dauerhafte ersetzt werden. Diese sollten sowohl mit dem Rahmen als auch der Gleistrasse verleimt und mit kleinen Nägeln geheftet werden.
Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass im hinteren Teil der Anlage für die Gleise die unter den anderen durchgeführt werden sollen wieder eine Auflagefläche unter die Stützen auf die Anlagengrundplatte montiert werden muss.

Sollten Schwierigkeiten oder Probleme auftreten besuchen Sie unser Diskussionsforum in dem wir ihnen mit Rat und Tips beiseite stehen.



Nachdem die Gleistrassen stabil fixiert wurden, können wir uns an die Ausgestaltung der Landschaft machen.
Viele werden nun denken - sollte man nicht erst die Gleise verlegen ?? - Aber, der jetzige Bauabschnitt wird unweigerlich zu starken verschmutzungen der Grundplatte führen, die ungern auf den Gleisen gesehen werden.
Wir werden uns um den hier rot markierten bereich als erstes kümmern, da er der wohl schwierigste Teil ist.

Geländemarkierung

Um diesen Geländeabschitt nun gestalten zu können, müssen wir Gedanklich ein paar Schnitte durch die Landschaft machen und das Relief zu Papier bringen. Die jeweiligen Geländeschnitte sollten in einem Abstand von nicht weniger als 4 cm und nicht mehr als 8 cm erfolgen. Anhand der Zeichnungen fertigen wir dann, z.Bsp. aus 6 - 8 mm starkem Sperrholz, die Geländespannten.
Beispielspannt
Skizze eines solchen Spannten (Mitte: "Flussbett")

Die Spannten werden dann an ihrer Position mit der Anlagengrundplatte verleimt. Sind die Spannten dann fest können wir sie mit unserem "Rohgelände" überziehen. Wir spannen Packpapier über die Spannten und leimen es an diesen fest. Wobei spannen wohl nicht das richtige Wort ist, denn Falten und kniffe sind auf dieser Oberfläche erwünscht.

Wie hier zu sehen ist, wurde das zukünftige "Flussbett" mit Pappstreifen, die in U-Form gebracht wurden, vorgefertigt. Es gewinnt so eine gute Stabilität.

Spannten an der Anlage

Das Packpapier wird dann zur Verstärkung mehrmals mit leicht verdünntem Holzleim eingepinselt. Danach sollten diese Stellen in Ruhe aushärten dürfen.

Spannten an der Anlage 2